„Ratten“, „Wildlinge“, „Ungeziefer“ – diese  widerlichen Worte, mit denen Flüchtlinge bezeichnet wurden, habe ich gestern unter einem Beitrag gelesen, wo rechtsextremistisches Gedankengut geteilt wurde. Diese Worte stecken mir noch immer tief im Hals. Diese Worte und noch so viel mehr an Gemeinheit, Grausamkeit und schlichtweg Unsinn machen mir Angst. Ich habe gerade Gänsehaut und es läuft mir kalt über den Rücken. Angst davor, wo wir aktuell in Deutschland stehen und Angst davor, dass Ausländerfeindlichkeit und dieser purer Hass so stark vorhanden sind. Bei Aussagen wie „Wir Parteigenossen“ oder „Wir Deutschen werden ungerecht behandelt und dem Abschaum geht es gut“ wird mir übel und dieses Unverständnis, dass ihr Nazis eine Gesinnung habt, die schlichtweg FALSCH und MENSCHENVERACHTEND ist, macht mich so wütend. Aktueller Anlass: rechte Krawalle in Chemnitz. Täglich schleichend: Fremdenhass in den sozialen Medien, in Foren oder Gruppenbeiträgen. Rassismus auf der Straße. Im Alltag.

 

Gegen Rassismus

Ich bin der festen Überzeugung, dass es auf dieser Erde sowohl gute als auch schlechte Menschen gibt. Bei euch Rassisten überwiegt das Böse, denn was ihr betreibt, ist nichts weiter als menschenverachtende Hetze. Woher nehmt ihr euch das Recht Menschen mit Migrationshintergrund zu beurteilen, zu denunzieren? Menschen, die in diesem freien Deutschland leben und damit zu UNS gehören? Diese Hasstiraden, diese psychische oder körperliche Gewalt gegen unsere Mitbürger, die einen ausländischen Hintergrund haben, MUSS aufhören.

Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich die Geschichte wiederholt.

Was können wir tun? Fakt ist: Wir sind stärker als die Rechten und für Rechtsextremismus ist in Deutschland KEIN Platz. Ich bin bislang nicht sehr politisch aktiv gewesen und z. B auf die Straße gegangen. Da bin ich ehrlich. Aber ich habe meine Meinung immer kundgetan, nicht öffentlich, aber ich habe sie vertreten und vertrete sie auch immer noch. Das Ausmaß in Chemnitz hat mich sehr schockiert sowie die oben genannten Ausdrücke mit denen Flüchtlinge oder Menschen mit Migrationshintergrund in einer Diskussion in den sozialen Medien bezeichnet wurden. Menschen, die mit mir gemeinsam in Bremerhaven leben.

Also, was können wir tun? Jeder Einzelne von uns, die Politik? Ich weiß es gerade nicht. Schweigen ist jedenfalls keine Lösung! Ich habe mir vorgenommen, mich online öfter einzumischen, denn das richtige Sagen und Tun kann man nicht oft genug. Anfangen kann man damit noch heute.

„Alles was das Böse benötigt, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit“ Kofi Annan.

Ich wünsche mir jedenfalls ein multikulturelles Deutschland, ein friedliches Zusammenleben mit all den guten und all den schlechten Menschen, denn das ist unsere Gesellschaft.

2 thoughts on “Gegen Rechts – Nazis ihr seid nicht willkommen!”

  1. Meine Liebe, im Großen und Ganzen teile ich Deine Meinung – und ich finde gut, dass Du Dich so klar positionierst. Das ist richtig und wichtig! Auch ich bin kein sehr politischer Mensch, aber sehe, dass wir auch ein Problem in der Mitte der Gesellschaft bekommen. Die Extremen sind die üblen Auswüchse, aber die Stimmung kippt vielerorts. In Chemnitz ist, wie ich gehört habe, ein kubanisch stämmiger Familienvater von einem Iraker wegen einem Wortgefecht erstochen worden?! Das ist nicht das multikulturelle Land, dass ich mir wünsche. Und bei aller Wut über dumme Nazistimmen berührt mich vielmehr, dass das Schicksal der Opfer oft nur für einen Wimpernschlag im Mittelpunkt steht und politisch wenig Beachtung findet. Das zahlt aus meiner Sicht auf das Konto der Extremen ein. Und da muss doch etwas ändern. Probleme nicht von rechts nach links und andersherum verschieben oder unter den Teppich kehren, sondern anpacken ist die Devise! Alles Liebe, die Uli! 🙏

  2. Hallo liebe Uli,

    danke für deine Rückmeldung 🙂 Da hast du absolut recht, alles Extreme ist auch immer sehr gefährlich, ob nun politisch oder religiös. Nein, so ein multikulturelles Deutschland, wo jemand erstochen wird aufgrund von (höchstwahrscheinlich) Meinungsverschiedenheiten wünsche ich mir auch keinesfalls. Ich sehe das ja auch in der Stadt, in der ich lebe oder der nächst größeren Stadt, wo es des Öfteren zu schlimmen Streitigkeiten unter Familienclans kommt.
    In Bezug auf das Schicksal der Opfer: auch ich habe in dem Moment, als ich mich über Rassismus & Rechtsextremismus geärgert habe ehrlicherweise nicht an die Opfer gedacht. Und von unserer Politik muss definitiv auch mehr kommen.

    Danke für den kleinen Austausch und ganz liebe Grüße

    Doreen

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